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Das hohe Venn
Âm Ortsrand von Lammersdorf beginnt eine für Mitteleuropa einmalige Naturlandschaft, das Hohe Venn. Der Höhenrücken des hohen Venns erstreckt sich zwischen Ardennen und Eifel und bildet die Ostgrenze Belgiens. (Nur kleine Teile des Venns liegen auf deutschem Gebiet). Geprägt wird die herbe Schönheit dieser Landschaft durch Hochmoore, durch Heideflächen und durch eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt.
Charakteristisch für die Vennlandschaft sind mit Wasser gefüllte Vertiefungen im Moorgelände, die von einer ringwallartigen Erhöhung umgeben sind. Diese sogenannten Palsen sind in der Eiszeit entstanden. Es bildeten sich damals Frosthügel, die in sich zusammenfielen, als das Klima sich erwärmte und der Boden auftaute. Sie finden solche Palsen gleich am Dorfrand im Venn bei Lammersdorf.
Die Hochmoore bilden ein Biotop ganz besonderer Art. Sie sind nährstoffarm, sehr sauer, enthalten große Mengen Wasser und unterliegen hohen Temperaturschwankungen.(Tag-Nacht und Sommer-Winter) Unter diesen extremen Umständen überleben Pflanzen, die auf nährstoffreichen Böden längst vertrieben wurden. So finden Sie im Hohen Venn, Wald? und Rauschbeeren, Moosbeeren, Preiselbeeren, Lungenenzian, Wollgras, Glockenheide, verschiedene Moosarten, das Vennknabenkraut (Moor?Orchidee ) und den fleischfressenden Sonnentau. Diese Pflanzenwelt lockt Tiere und Insekten an, die sonst nur selten zu finden sind. Um die letzten Reste "Urnatur" für die Nachwelt zu erhalten, wurde 1957 das Naturschutzgebiet "Hohes Venn" eingerichtet.
1966 wurde das Hohe Venn wegen seines außerordentlichen wissenschaftlichen- und landschaftlichen Wertes mit dem europäischen Naturschutzdiplom ausgezeichnet. Bestimmte Vennflächen sind für den Menschen gesperrt, um die empfindliche Flora zu schützen. Andere Gebiete dürfen nur mit Führern betreten werden. Man hat aber an verschiedenen Stellen Knüppelpfade ins Venn hineingebaut. Auf diesen können Wanderer hautnah die Einzigartigkeit der Vennlandschaft erleben.
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