Montag, 21. Mai 2012
Gründungsgeschichte
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Auf Initiative von Hans-Jürgen Siebertz trafen sich Anfang 1982 sieben alteingesessene Lammersdorfer. Sie verband das Anliegen, die Sensibilität der Bevölkerung des Ortes für das alte Kulturgut des hiesigen Lebensraumes wiederzubeleben. Wenig später konstituierte sich diese kleine Schar, um ihren Aktivitäten einen organisatorischen Rahmen zu geben, zum "Heimatgeschichtlichen Arbeitskreis Lammersdorf" unter Leitung des (links). Initiators.

Zu den ersten konkreten Schritten des Gremiums gehörten insbesondere zwei Aktionen. Zum einen die Ausstellung "Lammersdorf , Bilder eines Eifeldorfes" im Simmerather Rathaus mit rd. 2000 Fotos, welche die Entwicklung des Ortes von 1880 bis 1930 zeigten, und zum anderen das große Projekt "Historische Wegenamen" hinter dem sich die Absicht verbarg, mit der Beschilderung der Wirtschafts- und Wanderwege in der Lammersdorfer Gemarkung mit den alten Flurnamen diese nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und gleichzeitig Impulse für die Erhaltung und Pflege des Laimischter Platt zu setzen. Das erste handgefertigte Schild brachten die Aktiven im März 1983 an "Scholls Gässchen" an. Weitere annähernd 100 Schilder fanden während der folgenden Jahre in der Landschaft ihren Platz.
Das wachsende Interesse der Gemeinde an den Zielsetzungen und Aktionen des Arbeitskreises veranlasste diesen bereits nach anderthalb Jahren, einen gemeinnützigen Verein zu gründen. Dessen Geburtsstunde als "Verein für Heimatgeschichte und Dorfkultur e.V. Lammersdorf war die Gründungsversammlung am 3. Juni 1983. Als seine Ziele deklarierte der Verein unter anderem

  • die Erhaltung und Pflege alter Sitten und Bräuche sowie der Mundart und
  • die Erforschung, Dokumentation und Veröffentlichung der Geschichte Lammersdorfs in all ihren Bereichen
  • sowie der Beziehungen des Ortes zur geschichtlichen Vergangenheit des Monschauer Landes und zur allgemeinen Geschichte.


Um diesen Zielsetzungen auch eine gegenständliche Basis zu geben, beschloss der Verein wiederum auf Initiative von Hans-Jürgen Siebertz, des ersten Vereinsvorsitzenden , in einem 100 Jahre alten, typischen Eifeler Bauerngehöft in der Bahnhofstraße 3 auf 600 m² Fläche in acht Räumen ein Bauernmuseum einzurichten. Nach fünfmonatiger Restaurations- und Gestaltungsarbeit von 10 bis 20 freiwilligen Kräften in rd. 30 000 Stunden wurde es mit mehr als 2000 Exponaten am 23. September 1984 eröffnet. Man stellte ihm die Aufgabe, als ein didaktisch gestalteter, lebendiger Dokumentationsort der historischen regionalen Alltagskultur die noch vorhandenen Zeugen ehemaliger bäuerlicher und handwerklicher Arbeit zu erhalten, sie den gegenwärtigen und kommenden Generationen nachvollziehbar zu demonstrieren und ihnen so einen Einblick in die Lebensweise unserer Vorfahren auf dem Lande zu gewähren. Das ist, wie sehr bald in der Bevölkerung und auch behördlicherseits weithin anerkannt wurde, in den fast zwei Jahrzehnten seit der Gründung des Vereins und der Eröffnung seines Bauernmuseums ausgezeichnet gelungen.
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Das kulturelle Leben des Monschauer Landes war um eine bedeutende, in ihrer Spezifik bis dahin einzige museale Einrichtung reicher geworden.Es ist kennzeichnend für unseren Verein, dass er nie im Theoretischen verharrte, sondern seine Vorhaben stets zielstrebig in Aktionen umsetzte. So begann mit dem Tag der Museumseröffnung unter vielem anderen eine Reihe von großen Museumsfesten, die bis tief in die 1990er Jahre hinein alljährlich stattfanden, Es erschienen jeweils 2000 bis 3000 Besucher, denen neben mancher Belustigung ausgewählte bäuerliche und handwerkliche Arbeiten vorgeführt und allerlei Weiteres aus dem ländlichen Leben dargeboten wurde.Auch heute entfaltet der Verein in jedem Jahr ein umfassendes, vielen Leuten sympathisches Programm von Veranstaltungen, wie z.B. Aktionstage mit wechselnder Thematik, Theateraufführungen, Heimatabende, Kunstausstellungen, Dokumentationen, Veröffentlichungen, Ratespiele im Museum und dergleichen mehr.

Schuljahre
Das gewachsene und ungebrochene Interesse der Menschen an den Angeboten des Vereins zeigen nicht zuletzt seine Mitgliederzahlen. Im Juni 1983 mit 24 Mitgliedern begonnen, betrug deren Zahl schon ein Jahr später mit 140 Mitgliedern mehr als das Fünffache.Drei Jahre nach seiner Gründung hatte sich der Verein mit annähernd 400 Mitgliedern bereits zum größten Verein Lammersdorfs entwickelt. In den 1990er Jahren pegelte sich die Mitgliederzahl mit geringfügiger Schwankung auf jährlich rund 500 ein. Seit dem Jahr 2000 bewegt sie sich wieder auf den Bestand von 600 Vereinsmitgliedern zu. Das Bauernmuseum besuchen seit 1996 im Durchschnitt jährlich 3000 Erwachsene, Jugendliche und Kinder, wobei Letztere im Rahmen von Schulklassen deutlich die Mehrheit bilden.

Der Verein für Heimatgeschichte und Dorfkultur e.V. Lammersdorf und sein Bauernmuseum ist nach wie vor aus dem kulturellen Leben der Nordeifel nicht mehr wegzudenken.

 
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